"Von der Wiege bis zur Bahre..."

Taufe | Konfirmation | Trauung  | Goldene Konfirmation  | Beichte | Fürbitte | Abschied und Beerdigung

 

Von der Wiege bis zur Bahre

...begleitet die evangelische Kirche ihre Gemeindeglieder. An entscheidenden Wegmarken des Lebens ist diese Begleitung auch in einem Gottesdienst verankert

 

     

> Taufe 

Zum Inhalt:

Das Sakrament der Heiligen Taufe ist das sichtbare Zeichen der Zugehörigkeit zum Volk Gottes. Als Sakrament ist es ein Geschehen, bei dem Gott und die Menschen zusammenwirken.

Die Taufe hat zwei wesentliche Aussagen:

Auf der Seite Gottes ist die Taufe ein Zeichen seiner Gnade.

Auf der Seite des Menschen ist sie ein Zeichen seiner Entscheidung für den Glauben, die Absage an die Mächte der Finsternis und die Annahme von Jesus Christus als Gottes Sohn, unseren Herrn und Heiland.

So wie Jesus sich im Jordan hat taufen lassen (Mk 1, 9-13), taufen wir mit Wasser als Sinnbild dafür, dass das alte Leben abgewaschen wird und das neue Leben unter Gottes Gnade steht.  

Zur Organisation:

Sie entscheiden sich für den christlichen Glauben und möchten getauft werden? Sie wollen Ihr Kind taufen lassen?

In der Regel findet die Taufe als das Fest der Aufnahme in die Gemeinde im Sonntagsgottesdienst statt. Taufgottesdienste feiern wir in Oppenheim meistens am letzten Sonntag im Monat sowie an Ostern und Weihnachten.

Um sich taufen zu lassen, oder um Ihr Kind taufen zu lassen, rufen Sie zu Bürozeiten (werktags 8.00Uhr bis 13.00 Uhr) im Sekretariat der Kirchengemeinde an (Tel.06133 2381) und melden die Taufe an.

Wir verabreden daraufhin einen Gesprächstermin mit Ihnen, bei dem die Einzelheiten der Taufe besprochen werden.

Der Täufling benötigt (mindestens) einen Paten oder eine Patin, die getauftes Mitglied einer christlichen Kirche sein muss. Das bestätigt sie durch einen Patenschein, den die Wohnsitzkirchengemeinde ausstellt.

Die Geburtsurkunde für religiöse Zwecke verbleibt beim Pfarramt. Sofern vorhanden, wird die Taufe im Stammbuch der Eltern eingetragen.

Es kann sein, dass Sie nicht in Oppenheim wohnen aber dennoch gerne hier getauft werden möchten. In diesem Fall benötigen Sie einen Entlassschein Ihrer Heimatgemeinde. Dieses Papier stellt sicher, dass die Taufe in den Kirchenbüchern Ihrer Wohnsitzgemeinde dokumentiert wird.

Zur Taufe eines Kindes ist es nicht Bedingung, dass die Eltern Mitglieder der Kirche sind.

Jeder Täufling erhält ein Bibelwort mit auf seinen Weg. Es ist schön, wenn die Familie, die Paten oder bei älteren Täuflingen der Täufling selbst dieses Bibelwort aussucht. Eine Reihe von Vorschlägen finden Sie auf dieser Webseite unter „Texte“.

Es kann sich ergeben, dass Freunde oder Familienangehörige beim Taufgottesdienst mitwirken, eine Lesung übernehmen oder ein Gebet. Den klassischen Ablauf eines Taufgottesdienstes finden Sie auf dieser Webseite unter „Texte“.

Da der Täufling, wenn es sich um ein kleines Kind handelt, bei der Taufe seinen Glauben noch nicht selbst bekennen kann, holt er dies in der Konfirmation nach.

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> Konfirmation

Zum Inhalt:

Die Konfirmation ist die Bestätigung der Taufe.

Bei Menschen, die nicht schon als Kind getauft wurden, ist die Konfirmation das Fest der Aufnahme in die Gemeinde; der Konfirmand, die Konfirmandin wird nun getauft.

Er/Sie spricht dabei das Glaubensbekenntnis vor der Gemeinde.

In einem festlichen Abendmahlsgottesdienst wird die Gemeindezugehörigkeit gefeiert. Die Konfirmanden werden mit Handauflegung gesegnet.

Sie haben damit das Recht, das Patenamt zu übernehmen. 

Zur Organisation

Zum Konfirmandenunterricht ergeht an die 13jährigen der Gemeinde eine Einladung, sich im März eines Jahres im Pfarramt anzumelden. Zur Konfirmation sind die Jugendlichen dann 14 Jahre alt und religionsmündig, das heißt, sie entscheiden selbständig über ihre Religionszugehörigkeit.

Zum Konfirmandenjahr gehört der wöchentliche Unterricht, der sonntägliche Gottesdienstbesuch, eine Rüstzeit und verschiedene Tagesaktionen (Ausflug, „Konfi-Adventure“ oder dergleichen).

Die Kirchengemeinde Oppenheim feiert das Fest der Konfirmation in der Regel am Sonntag Jubilate. Das ist der dritte Sonntag nach Ostern.

Am Sonntag vorher gestalten die Konfirmandinnen und Konfirmanden den Vorstellungsgottesdienst und machen darin deutlich, dass sie sich ein Jahr lang auf die Konfirmation vorbereitet haben.

Wenn Sie zum Fest der Konfirmation das Martin-Luther-Haus mieten wollen, verabreden Sie Näheres bitte mit dem Küster Achim Daut Tel. 06133 926685.

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> Trauung

Zum Inhalt

Die evangelische kirchliche Trauung ist kein Sakrament, sondern ein feierliches Versprechen, das zwei Mensch vor Gott ablegen. Bedingung ist die vorausgegangene standesamtliche Trauung. Siehe auch Texte

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> Goldene Konfirmation

50 Jahre nach der Konfirmation gedenkt die Kirchengemeinde in einem Gottesdienst des Jubiläums. Dazu bitten wir ein Jahrgangsmitglied, uns bei der Recherche der Adressen behilflich zu sein und laden die Menschen, die vor 50 Jahren in der Katharinenkirche konfirmiert wurden, zum Gottesdienst ein. Der Termin das Jubiläumsgottesdienstes wird mit den Jubilaren verabredet.

Dieses Fest steht an der Schwelle zum dritten Lebensabschnitt und gibt Gelegenheit zu Bilanz und Erinnerung, zu Standortbestimmung und Neuplanung.

Die Jubilare erhalten eine kleine Brosche als Schmuck. Sie ziehen noch einmal gemeinsam in den Gottesdienst ein, so wie damals vor 50 Jahren und feiern einen Abendmahlsgottesdienst. Die Segnung wird bekräftigt, indem die Jubilare noch einmal ihren Konfirmationsspruch zugesagt bekommen.

Gerne nutzen die Goldenen Konfirmandinnen und Konfirmanden den Festtag zu einer Begegnung auch mit den nicht-evangelischen Alterskameradinnen und –kameraden und gedenken der Verstorbenen Jahrgangsangehörigen.

Wenn Sie in Oppenheim zugezogen sind und sich Ihre Konfirmation zum 50. Mal jährt, freuen wir uns, wenn Sie bei der Goldenen Konfirmation in Oppenheim dabei sind. Bitte geben Sie einen Hinweis darüber ans Pfarramt!

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> Beichte

Es kann hilfreich sein, sich einem Menschen, der zur Verschwiegenheit verpflichtet ist, anzuvertrauen. Auch evangelischen Pfarrerinnen und Pfarrer wahren das Beichtgeheimnis und schweigen über Dinge, die ihnen unter dem Beichtsiegel anvertraut wurden.

Der Zuspruch der Vergebung geschieht im Gottesdienst in der Feier des Heiligen Abendmahls, das wir in Oppenheim an jedem ersten Sonntag im Monat und an bestimmten Festtagen halten.

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> Fürbitte

Die Namen aller Getauften, Konfirmierten, Getrauten eines Jahres, aller Menschen, die in die evangelische Kirche eingetreten sind, werden im Gottesdienst am 1. Advent im Gebet vor Gott genannt. Verstorbener Gemeindeglieder wird im Sonntagsgottesdienst nach der Beerdigung gedacht und im Gottesdienst am Ende des Kirchenjahres: am Ewigkeitssonntag.

An diesem Tag laden wir außerdem zu einer Andacht auf dem Friedhof ein. Um 15.00 Uhr gestaltet der Gesangverein Harmonie diese Andachtsfeier mit und gedenkt dabei seiner verstorbenen Mitglieder.

Brautleute werden am Sonntag vor ihrer Trauung ins Gebet eingeschlossen.

Im Gästebuch der Katharinenkirche finden sich häufig Gebetsbitten, die die Gemeinde anonym am Sonntag Rogate (6. Sonntag nach Ostern) oder bei anderer Gelegenheit ins Gebet aufnimmt.

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> Abschied und Beerdigung

Wenn ein Mensch im Sterben liegt, kann es hilfreich oder tröstlich sein, ein Gespräch mit der Pfarrerin oder dem Pfarrer zu führen. Bitte informieren Sie uns, wenn ein Besuch gewünscht wird.  

 

Der/Die Verstorbene wird abgeholt. Das ist ein schmerzlicher Schritt auf dem Weg des Abschiednehmens. Gleich, ob zu Hause oder im Krankenhaus, Ihre Pfarrerin ist gerne bereit, diese/n mit einer Aussegnung zu begleiten.

 

Einen Menschen zu verlieren, der einem nahe stand, kann bedeuten, dass man im Augenblick gar nicht fassen kann, was geschehen ist. Vielleicht geht auch ein langer Weg mit Leid und Schmerz zu Ende. Nicht Verzweiflung, Angst, Nichtbegreifen oder Schrecken sollen die Oberhand behalten. Deswegen ist die Aufgabe, Tote auf ihrem letzten Weg zu begleiten ein wichtiger Schritt in der eigenen Trauer.

 

Das Bestattungsinstitut ist Ihnen bei der Vielzahl der zu erledigenden organisatorischen Schritte behilflich und stellt auch den Kontakt zum Pfarramt her. Mit der Pfarrerin verabreden Sie den Termin der Bestattung und einen Termin für ein Gespräch.

In dem Gespräch wird die Bestattungsfeier vorbereitet. Es ist aber auch Gelegenheit für viele andere Aspekte der Trauer. 

 

Wir Christen glauben, dass der Tod nicht das letzte Wort hat. Denn Gott ist auch durch den Tod gegangen. Jesus Christus starb am Kreuz. Aber in der Sinnlosigkeit des Todes ist ein Wort des Lebens laut geworden. Er ist auferstanden. Er lebt. In Jesus Christus ist Gott mitten in unsere Welt gekommen. Er hat menschliches Leid erfahren und den Tod. Gott ist uns ganz nahe.
Deshalb ist es gut zu wissen, dass in aller Trauer Gott uns entgegenkommt. Deshalb steht die evangelische Trauerfeier und die Bestattung im Zeichen der Hoffnung auf Gott, der das Leben will.

 

Zur Bestattung wird von der Pfarrerin eine Ansprache formuliert, die ausgeht von einem Bibelwort. Hier entscheiden sich Angehörige gerne für den Tauf- oder Konfirmationsspruch des Verstorbenen, den Trauspruch oder ein Bibelwort, das der Verstorbene besonders mochte. Weitere Anregungen für Bibelworte zur Beerdigung finden Sie auf dieser Webseite unter „Texte“.

Musik setzt viele Gefühle in Bewegung. Wählen Sie sorgfältig die richtige Musik zur Trauerfeier aus. Ihre Pfarrerin unterstützt Sie dabei gerne. Das Bestattungsinstitut engagiert einen Organisten, / eine Organistin für die Trauerfeier.

 

Bei einer Erdbestattung
Nach dem Gottesdienst in der Trauerhalle gibt die Trauergemeinde der/dem Verstorbenen das letzte Geleit. Die engsten Angehörigen bilden die Spitze des Zuges. Am Grab wird der Sarg in die Erde gelassen. Für viele ist das der schwerste Augenblick der Beerdigung. Doch wie ein Same neues Lebens hervorbringt, kann das Einsenken des Sarges ein Bild für die Gewissheit neuen Lebens sein.
Mit dem dreimaligen Erdwurf wird an die Vergänglichkeit ("Erde zu Erde") und zugleich an das ewige Leben (wie bei der Taufe) erinnert. Diesen Brauch nehmen dann die Trauergäste am Ende der Bestattung auf. Auch eine Blume als Liebeszeichen kann ins Grab geworfen werden. Die Geste des Hergebens stärkt die Seele beim Einwilligen und Loslassen des Verstorbenen.

 

Die Feuerbestattung
Die Trauerfeier bei einer Feuerbestattung findet nur in der Friedhofshalle statt. Nach dem Segenswort erhebt sich die Gemeinde zu einem stillen Gedenken. Dabei besteht die Möglichkeit, nochmals an den Sarg zu treten und eine Blume niederzulegen.
Falls es gewünscht wird, begleitet Sie die Pfarrerin bei der Beisetzung der Urne einige Tage später.

 

Es ist auch möglich, die Trauerfeier mit der Urne zu gestalten. Dann schließt sich an die Zeremonie in der Kapelle die Beerdigung der Urne an; der Ablauf ist derselbe wie bei der Erdbestattung.

 

Die Zeit danach
Nach der Bestattung beginnt für Trauernde noch lange nicht der Alltag. Trauer braucht Zeit. Wir laden deshalb alle Angehörigen am folgenden Sonntag zum Gemeindegottesdienst ein. Dort wird noch einmal der Name des / der Verstorbenen verlesen und für ihn / sie und die Trauernden gebetet.
Ihre Pfarrerin begleitet Sie im weiteren Verlauf der Trauer. Bitte verabreden Sie sich zu einem weiteren Gesprächstermin.

 

Wir laden ein zum Gesprächskreis für Trauernde, der in regelmäßigen Abständen neu beginnt und stellen gerne Kontakt zu Selbsthilfegruppen zum Beispiel bei Suicid her.

 

Ihre Pfarrerin berät Sie auch bei der Auswahl von hilfreicher Literatur.

Weitere hilfreiche Links zum Thema:

http://www.hospiz-rhein-selz.de/

http://www.kirche-bremen.de/feiern/beerdigung.html

http://www.trauernetz.de

http://www.ratgeber-beerdigung.de

http://www.ekbo.de/seelsorgeundberatung/index.php

 

Das Gedenken
Am Ewigkeitssonntag lädt Ihre Kirchengemeinde ganz besonders alle die Menschen ein, die im vergangenen Jahr einen Menschen verloren haben. In diesem Gottesdienst soll Gelegenheit sein, noch einmal zurückzuschauen und die Trauer in Gottes Hände zu legen.
 

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